Dorint Life - Das Lifestyle-Magazin der Dorint Hotels & Resorts

Das Dreigestirn am Rhein

Auch wenn jede der drei rheinischen Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Bonn für sich eine Reise wert ist, lohnt sich bei aller Rivalität der Großstädte untereinander stets der Abstecher in die Nachbarstadt. Wir machen Vorschläge für ein etwas anderes Reiseprogramm.

NEUE UND ALTE WAHRZEICHEN: Abseits vom Dom und der Altstadt gibt sich Köln mit den drei Kranhäusern im Rheinauhafen und der Ehrenfelder Moschee ein neues Gesicht. Foto: © Stuart J. Nessbach

Zu den Dingen, die man in Köln gesehen und erlebt haben muss, gehört das farbgewaltige Richter-Fenster im Dom genauso wie die Rheinüberquerung mit der Zoo-Seilbahn samt Köln-Panorama aus der Vogelperspektive. Wer sich aber auf die Suche nach dem sprichwörtlich kölschen Lebensgefühl begibt, kommt an den von uns vorgestellten Stadtvierteln der Millionenstadt am Rhein nicht vorbei. Denn Köln ist nicht gleich Köln. Jedes „Veedel“ hat seinen eigenen Stolz – und alle sind in ständigem Wandel. Wenn ein ehemaliges Arbeiterviertel hip und trendy wird, sagt der Kölner zum Beispiel „Ehrenfeld kommt“ oder „Kalk kommt“. Und wirklich: Ehrenfeld hat sich längst zu einem gefragten Veedel entwickelt, und selbst das einst triste und von vielen gemiedene Kalk erfreut sich wachsender Beliebtheit.

© KD1

In uns’rem Veedel: Köln

Der Stadtteil Ehrenfeld wurde erst 1888 nach Köln eingemeindet. Wo früher das Echt Kölnisch Wasser 4711 produziert wurde, steht heute – nach vielen Diskussionen und langer Bauzeit – die wohl modernste und größte Moschee Deutschlands. In der Körnerstraße tragen die vielen kleinen Läden in den veedelstypischen schmalen Dreifensterhäusern Namen wie „Geschmackssachen“, „Libelle“, „Kitsch Deluxe“ oder „Utensil“. Schick und betriebsam ist es hier geworden, wo noch in den Neunzigern türkische Teestuben zum gemütlich-multikulturellen Verweilen einluden.

© KD1

Schräge Mischung , pulsierendes Leben

Bis in die Achtzigerjahre galt Kalk als Heimat der Malocher und „harten Jungs“ – heute ist hier vieles bunt, glänzen prächtige Gründerzeithäuser mit Stuck oder schmücken sich Industrie-Backsteinbauten mit unkonventionellen Kleinstgärten. Zwischen Sünner, der ältesten Kölsch-Brauerei der Welt, am einen Ende der Kalker Hauptstraße und der irgendwie deplatziert glitzernden Einkaufspassage „KölnArcaden“ am anderen stimmt die schräge Mischung: türkischer Gemüseladen, russischer Gemischtwarenhändler, deutscher Traditionsbäcker, dazwischen Kneipen wie die „Vorstadtprinzessin“ oder Designbüros von Grafikern und Webentwicklern – und überall spielende Kinder. Kein Zweifel: In Kalk pulsiert das vielfältigste Leben.

Von hip bis idyllisch

In der Gegenwart angekommen ist auch das Belgische Viertel, dessen Straßen nach belgischen Städten und Provinzen benannt sind. Und tatsächlich: Mit seinen Flanierstraßen und Designläden ähnelt es der Modemetropole Antwerpen. Hier leben und arbeiten Künstler, Musiker und Designer sowie Medien- und Agenturleute. Und neben den hippen Boutiquen, Goldschmieden, Galerien, Cafés und Bars bietet das Belgische Viertel auch viel Grün: Vom Aachener Weiher mit dem Museum für Ostasiatische Kunst bis zum idyllischen Stadtgarten, wo im gleichnamigen Konzerthaus regelmäßig toller Jazz auf dem Programm steht.

Glamour und Klein-Tokio: Düsseldorf

Dass rheinische Lebensart ein idealer Nährboden für Kreativität ist, beweist jedoch nicht nur die Kunst- und Medienmetropole Köln. Ein paar Kilometer rheinabwärts erfindet sich Düsseldorf, traditionell ein Zentrum für Modedesign in Deutschland, gerade neu: Auch hier sind es ehemalige Arbeiterviertel wie Bilk oder Flingern, die ein junges und hippes Publikum mit erheblichem kreativem Potenzial anziehen. Jenseits vom Bling Bling der Königsallee entwickelt sich die Gegend um Ackerstraße und Hermannplatz mit immer neuen Designermodeläden zu einem Impulsgeber für die etablierten Modemessen der Stadt.

MODERN UND WELTSTÄDTISCH: So zeigt sich Düsseldorf nicht nur mit den spektakulären Bauten Frank O. Gehrys im Medienhafen, sondern auch im Umland. Teil des Kulturraums Hombroich mit der Museumsinsel in Neuss ist die Langen Foundation in den Gebäuden des japanischen Stararchitekten Tadao Ando. Ihrer Verbundenheit zu Japan verdankt die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens farbenfrohe Feste und idyllische Gärten.
Fotos: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, U.Otte

Eintauchen in asiatische Lebensart

Jenseits von Altstadt und Szenevierteln lockt Düsseldorf mit fernöstlichem Flair – exotischer Ausdruck der sprichwörtlichen Toleranz des Rheinländers für alles Fremde und Unbekannte. Rund 6.500 Japaner leben in der Stadt, etwa ein Prozent aller Düsseldorfer. Eine regelrechte japanische Kolonie mit eigenen Lebensmittelgeschäften, Restaurants, einem Kaufhaus, einer japanischen Schule und einem japanischen Club ist hier entstanden – die größte in Europa. Besonders japanisch ist das Quartier um Immermann- und Klosterstraße, zwischen Hauptbahnhof und Berliner Allee. Wer hier eine der zahlreichen Sushi-Bars betritt, wähnt sich mitten in Tokio und taucht in authentisch japanische Lebensart ein. Einen Einblick in diese ganz eigene Welt gewährt die zweistündige Stadtführung „Sushi, Sake & Co.“. Asiatisch inspirierte Erholung bietet der Japanische Garten am EKO-Haus der japanischen Kultur in Düsseldorf-Niederkassel.

© Tomas Riehle@artur images
© Sascha Fuis

Japanische Formensprache an der Erft

Auch für seine moderne Architektur ist Düsseldorf bekannt – dank des Medienhafens mit den spektakulären Bauten Gehrys und Chipperfields. Doch auch abseits der Innenstadt gibt es wahre Highlights zeitgenössischer Baukunst zu entdecken: Ein ganz besonderes dieser Art ist die Museumsinsel Hombroich in Neuss, wo dank Stararchitekt Tadao Ando japanische Formensprache im Rheinland ihren Ausdruck findet. Ohnehin ist Hombroich einen Ausflug wert: 1987 wurde die Anlage in einem historischen Park an der Erft rund um die umfangreiche Sammlung bildender Kunst des Stifters Karl-Heinrich Müller gegründet und seitdem immer wieder erweitert. Neben ostasiatischer Kunst und einem archäologischen Fundus erwarten Werke von Lovis Corinth, Hans Arp, Alexander Calder und Yves Klein den Kunstfreund – an einem magischen Ort, der mit seiner ganz besonderen Synthese aus Kunst, Architektur und Natur verzaubert, im Winter oft melancholisch neblig oder schneebedeckt.

Fotos: © Presseamt Bundesstadt Bonn/Sondermann

Wo die Macht zu Hause war: Bonn

Rund 60 Kilometer weiter südlich drehen wir die Uhr ein wenig zurück: Während seiner Zeit als Regierungssitz der jungen Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich Bonn von einer ansehnlichen, aber beschaulich- rheinischen Provinzstadt zu einem Ort, an dem die Macht Spuren hinterlassen hat – sowohl deutlich sichtbare als auch solche, die es aufzuspüren gilt, und alle sind eine Besichtigung wert. 

Für den langen Marsch durch das Deutschland zwischen Nachkriegszeit und Wiedervereinigung folgt man am besten dem „Weg der Demokratie“, der am Haus der deutschen Geschichte beginnt. Hier gibt es einen „Rosinenbomber“ zu sehen, einen VW Käfer mit Original-Brezelfenster sowie ein Arbeitsamt aus den Siebzigern mit Wertmarken-Automat und durchdringendem Gong. Weiter geht es zum Deutschen Bundestag, das zwar als eines der schönsten Parlamentsgebäude der Welt gilt, aber nur sieben Jahre als solches genutzt wurde. Seine Architektur aus Glas und Stahl ist Ausdruck von Transparenz: Hier gibt es keine einzige durchgehende Wand, und die Sitze im ehemaligen Plenarsaal sind kreisrund angeordnet, damit die Abgeordneten der Regierung nicht gegenüber saßen, sondern mit ihr zusammen. Seit 1999 wird das Gebäude als Kongresszentrum genutzt.

BUNDESSTADT: Der ehemalige Regierungssitz am Rhein erlaubt mit Bundeskanzler-Bungalow und Rosinenbomber Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Bundesrepublik. Auch nach dem Wegzug der Regierung ist Bonn nicht in der Bedeutungslosigkeit versunken. Heute ist die Stadt ein bedeutender UN-Standort. Fotos: © Axel Thünker, Haus der Geschichte, Bonn (hdg.de)

Modernes vom Zigarrenkanzler

Unweit des Bundeskanzleramts an der Adenauerallee liegt mit seiner kühlen Bescheidenheit der Kanzlerbungalow. So viel Modernität hatte man seinem Bauherrn und ersten Bewohner, dem gemütlichen Zigarrenkanzler Ludwig Erhard, Anfang der Sechzigerjahre nicht zugetraut. Das Haus sorgte schnell für erhebliches Aufsehen – nicht nur im positiven Sinn: Wegen seines 3 x 6-Meter-Mini-Pools wurde es von der Presse als „Palais Schaumbad“ belächelt – in Anspielung auf das Palais Schaumburg, den prunkvollen Dienstsitz des Kanzlers im selben Park. Besucher können den Bungalow sonntags nach Anmeldung kostenlos besichtigen. 

KARNEVAL AM RHEIN

Karneval macht zwar viel Spaß, ist aber eine sehr ernste Angelegenheit. Hier ein paar Informationen und Tipps für Unerfahrene. 

Die Fünfte Jahreszeit beginnt im Rheinland schon am 11.11. und schraubt sich langsam ihrem Höhepunkt entgegen, den „Tollen Tagen“ zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag. Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Davor ist der Karnevalsprinz das Oberhaupt der Jecken. In Düsseldorf regiert er mit einer Prinzessin – in Bonn heißt diese Bonna –, in Köln führt er das Dreigestirn mit Bauer und Jungfrau, Letztere dargestellt von einem Mann. Von großer Bedeutung ist die Kostümfrage. Dabei ist zunächst zu klären: Geht es zur Prunksitzung, in die Altstadtkneipe oder auf den Straßenkarneval? Egal ob Plüschbärchen, Pirat, Torero oder Cowboy – bei Deiters in Köln, dem größten Kostümhandel Deutschlands, wenn nicht sogar der Welt, ist noch jeder fündig geworden. In Sitzungen schunkeln die ortsansässigen Honoratioren in großen Sälen ganz gepflegt – mit Elfer-Rat und Rahmenprogramm. Witziger (und politischer) ist die Kölner Stunksitzung, die sich über den etablierten Karneval lustig macht, obwohl sie längst Teil davon ist. Zu Karneval nimmt man es mit der Moral nicht so genau. Das „Bützchen“ (Küsschen) eröffnet den Karnevalsflirt. Aber Achtung: Im Karneval ist nicht alles erlaubt. Begrüßen Sie etwa Jecken in Düsseldorf mit einem kräftigen Kölner Alaaf, werden Sie schnell feststellen, wie aus Spaß bitterer Ernst wird. Helau!


Für Rheinschifffahrer

Ihr aussichtsreiches Dorint Angebot entlang der Ufer der Domstadt

Erleben Sie Köln von seiner schönsten Seite, nämlich von Bord eines Schiffes auf dem Rhein. Lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen und erfahren Sie alles Wissenswerte über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt!

KÖLN VON RHEIN AUS GESEHEN

  • 2 Übernachtungen inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet
  • 1 Willkommens-Cocktail in der legendären „Harry New-York Bar“
  • 1 x 3-Gänge-Menü
  • 1 x Panoramafahrt auf dem Rhein (ca. 60 Minuten)
  • Freie Nutzung Holmes Place

Preis pro Person im DZ: ab 279 €

Reisezeit: ab sofort bis 31.03.2014

Hotel Infos: www.dorint.com/koeln-city


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Für Freunde kölscher Lebensart

Ihr handfestes Dorint Angebot in der Messestadt am Rhein

Entscheiden Sie sich mit dem Dorint an der Messe Köln für den richtigen Ausgangspunkt, um in die Stadtviertel der Millionenmetropole einzutauchen!

KÖLNER CITY COCKTAIL

  • 2 Übernachtungen inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet
  • 1 Begrüßungs-Kölsch in unserer Bar „Accanto“
  • 1 x 3-Gänge-Menü (kölsches Abendessen) im Restaurant „Düx“
  • 1 x „Köln Welcome Card“ mit vielen Vergünstigungen
  • Kostenfreies Parken in unserer Tiefgarage

Preis pro Person im DZ: ab 156 €

Reisezeit: ab sofort bis 31.03.2014

Hotel Infos: www.dorint.com/koeln-messe


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Für alle, die das Besondere lieben

Ihr kunstreiches Dorint Angebot am Niederrhein

Nutzen Sie das Dorint Kongresshotel Düsseldorf Neuss als ideale Ausgangsbasis für Ausflüge sowohl in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt als auch zum „Museum Insel Hombroich“!

INSEL HOMBROICH

  • 1 Übernachtung inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet
  • 1 x Eintrittskarte für den Besuch des „Museum Insel Hombroich“

Preis pro Person im DZ: ab 47,50 €

Reisezeit: ab sofort bis 31.03.2014

Hotel Infos: www.dorint.com/neuss


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Für Spurensucher und Kunstfreunde

Ihr geschichtsträchtiges Dorint Angebot in der ehemaligen Hauptstadt der Bundesrepublik

Lernen Sie das vielfältige Angebot der Beethovenstadt kennen und genießen Sie Ihren Aufenthalt im Dorint Venusberg Bonn!

MUSEUMSMEILE

  • 1 Übernachtung inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet
  • 1 x freier Eintritt in die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland oder das Kunstmuseum Bonn
  • 1 x Kaffee und Kuchen
  • 1 Infopaket für Touristen
  • 1 Flasche Mineralwasser auf dem Zimmer bei der Anreise
  • Minibar inklusive
  • Kostenfreies Parken in unserer Tiefgarage

Preis pro Person im DZ: ab 72 €

Reisezeit: ab sofort bis 31.03.2014

Hotel Infos: www.dorint.com/bonn


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